Bratkartoffeln Rezept mit Speck und Zwiebeln
Bratkartoffeln gehören zu den unkomplizierten Klassikern der deutschen Küche. Mit wenigen Zutaten entsteht ein herzhaftes Gericht, das sich sowohl als schnelle Hauptmahlzeit als auch als Beilage zu Fleisch, Fisch oder Spiegelei eignet. Besonders aromatisch werden Bratkartoffeln mit Speck und Zwiebeln, wenn die Kartoffelscheiben außen goldbraun und knusprig gebraten werden, während sie innen weich bleiben.
Für dieses Bratkartoffeln Rezept brauchst du keine ausgefallenen Zutaten. Kartoffeln, Speck, Zwiebeln und etwas Öl bilden die Grundlage. Entscheidend für das Ergebnis sind vielmehr die richtige Kartoffelsorte, eine ausreichend große Pfanne und etwas Geduld beim Braten.
Ob zum Mittagessen, als rustikales Abendessen oder als Beilage zu einem Sonntagsgericht: Diese traditionellen Bratkartoffeln lassen sich einfach zubereiten und nach Geschmack mit Kräutern und Gewürzen verfeinern.
Warum du dieses Rezept lieben wirst
- Wenige Zutaten: Kartoffeln, Speck und Zwiebeln bilden bereits eine aromatische Grundlage.
- Einfach zuzubereiten: Das Rezept kommt ohne komplizierte Arbeitsschritte aus.
- Herzhaft und knusprig: Durch das langsame Braten bekommen die Kartoffeln eine schöne goldbraune Kruste.
- Vielseitig: Die Bratkartoffeln passen zu Spiegelei, Schnitzel, Bratwurst, Fisch und vielen Gemüsegerichten.
- Gut anpassbar: Kräuter und Gewürze können je nach Geschmack verändert werden.
Zutaten
Für 4 Portionen benötigst du:
- 1 kg festkochende oder vorwiegend festkochende Kartoffeln
- 150 g durchwachsener Speck, gewürfelt
- 2 mittelgroße Zwiebeln
- 2 EL neutrales Pflanzenöl
- 1 TL Salz, nach Geschmack
- ½ TL schwarzer Pfeffer
- ½ TL Paprikapulver, edelsüß
- 1–2 EL gehackte Petersilie, optional
Für besonders aromatische deutsche Bratkartoffeln kannst du einen Teil des Pflanzenöls durch etwas Butterschmalz ersetzen.
Zubereitung
Schritt 1: Kartoffeln vorbereiten
Die Kartoffeln gründlich waschen und schälen. Anschließend in etwa 3–5 mm dicke Scheiben schneiden.
Für besonders knusprige Bratkartoffeln ist es wichtig, dass die Scheiben möglichst gleichmäßig dick sind. So garen sie gleichzeitig und bekommen eine einheitliche Bräunung.
Du kannst die Kartoffeln entweder roh verwenden oder bereits am Vortag gekochte Kartoffeln nehmen. Gekochte Kartoffeln sollten vollständig abgekühlt sein und sich besonders gut zum Braten eignen.
Schritt 2: Speck und Zwiebeln anbraten
Den Speck in eine große, möglichst schwere Pfanne geben und bei mittlerer Hitze langsam auslassen. Sobald er leicht gebräunt ist, die Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Streifen schneiden.
Die Zwiebeln zum Speck geben und einige Minuten mitbraten, bis sie glasig und leicht goldbraun sind.
Speck und Zwiebeln anschließend kurz aus der Pfanne nehmen und beiseitestellen. Dadurch haben die Kartoffeln später genügend Platz und können besser bräunen.
Schritt 3: Kartoffeln knusprig braten
Das Öl in die Pfanne geben und erhitzen. Anschließend die Kartoffelscheiben möglichst nebeneinander in die Pfanne legen.
Die Kartoffeln zunächst einige Minuten in Ruhe braten. Häufiges Wenden verhindert, dass sich eine schöne Kruste bildet.
Wenn die Unterseite goldbraun ist, die Kartoffeln vorsichtig wenden. Nach und nach von allen Seiten braten, bis sie außen knusprig und innen weich sind.
Falls deine Pfanne nicht groß genug ist, solltest du lieber in zwei Portionen braten. Eine überfüllte Pfanne führt dazu, dass die Kartoffeln eher dünsten als braten.
Schritt 4: Alles miteinander vermengen
Sobald die Kartoffeln schön gebräunt sind, Speck und Zwiebeln wieder in die Pfanne geben.
Alles vorsichtig miteinander vermengen und mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen. Da der Speck bereits salzig ist, solltest du mit dem Salz zunächst sparsam umgehen und erst am Ende nachwürzen.
Zum Schluss kannst du gehackte Petersilie darüberstreuen.
Die Bratkartoffeln direkt aus der Pfanne servieren.
Tipps für die perfekte Zubereitung
Die richtige Kartoffelsorte verwenden
Festkochende Kartoffeln behalten beim Braten ihre Form und eignen sich deshalb sehr gut für knusprige Bratkartoffeln. Vorwiegend festkochende Kartoffeln funktionieren ebenfalls und werden etwas weicher.
Mehligkochende Kartoffeln sind weniger geeignet, da sie beim Wenden leichter zerfallen können.
Die Kartoffeln nicht zu dicht in die Pfanne geben
Das ist einer der wichtigsten Punkte bei der Zubereitung. Liegen zu viele Kartoffeln übereinander, kann die Feuchtigkeit nicht ausreichend entweichen.
Für eine schöne Kruste sollten möglichst viele Kartoffelscheiben direkten Kontakt mit dem heißen Pfannenboden haben.
Nicht ständig wenden
Bratkartoffeln brauchen etwas Ruhe. Wenn du sie ständig bewegst, können sie nicht richtig bräunen.
Warte, bis die Unterseite goldbraun ist, bevor du die Kartoffeln vorsichtig wendest.
Eine große Pfanne benutzen
Eine große beschichtete oder gusseiserne Pfanne erleichtert die Zubereitung. Besonders bei 1 kg Kartoffeln solltest du darauf achten, dass genügend Platz vorhanden ist.
Falls nötig, kannst du die Kartoffeln portionsweise braten und anschließend alles wieder zusammenführen.
Mit dem Salz vorsichtig sein
Speck bringt bereits eine kräftige Würze mit. Deshalb solltest du zunächst wenig Salz verwenden und erst am Ende abschmecken.
Zwiebeln nicht zu früh hinzufügen
Wenn die Zwiebeln von Anfang an mit den Kartoffeln gebraten werden, können sie verbrennen, bevor die Kartoffeln fertig sind.
Deshalb ist es sinnvoll, Speck und Zwiebeln zunächst separat anzubraten und später wieder unter die Kartoffeln zu mischen.
Variationen und mögliche Änderungen
Bratkartoffeln mit Kräutern
Neben Petersilie passen auch Schnittlauch, Majoran oder etwas Thymian hervorragend zu den Kartoffeln.
Bratkartoffeln mit Ei
Für eine einfache Mahlzeit kannst du kurz vor dem Servieren ein oder zwei Spiegeleier zubereiten und zusammen mit den Bratkartoffeln servieren.
Bratkartoffeln ohne Speck
Für eine fleischfreie Variante lässt du den Speck einfach weg. Verwende etwas mehr Öl oder Butterschmalz und würze die Kartoffeln kräftiger mit Kräutern, Pfeffer und Paprikapulver.
Bratkartoffeln mit Knoblauch
Eine fein gehackte Knoblauchzehe kann gegen Ende der Bratzeit hinzugegeben werden. Sie sollte nicht zu früh in die Pfanne kommen, da sie sonst schnell bitter wird.
Bratkartoffeln mit Käse
Für eine herzhafte Variante kannst du kurz vor dem Servieren etwas geriebenen Bergkäse oder Gouda über die Kartoffeln geben und ihn in der heißen Pfanne schmelzen lassen.
Aufbewahrung und Vorbereitung
Bratkartoffeln schmecken frisch aus der Pfanne am besten. Übrig gebliebene Kartoffeln kannst du jedoch in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank aufbewahren.
Vorbereitete oder bereits gebratene Kartoffeln sollten vollständig abkühlen, bevor sie in den Kühlschrank gestellt werden.
Zum Aufwärmen eignet sich eine Pfanne besser als die Mikrowelle. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Bratkartoffeln bei mittlerer Hitze erwärmen. Dabei gelegentlich wenden.
Wenn du das Gericht vorbereiten möchtest, kannst du die Kartoffeln bereits am Vortag kochen. Nach dem vollständigen Abkühlen lassen sie sich am nächsten Tag schneiden und direkt braten. Das ist besonders praktisch, wenn du eine größere Mahlzeit vorbereitest.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Kartoffeln eignen sich am besten für Bratkartoffeln?
Festkochende Kartoffeln sind besonders gut geeignet, weil sie beim Braten ihre Form behalten. Auch vorwiegend festkochende Kartoffeln funktionieren gut und ergeben etwas weichere Bratkartoffeln.
Kann man Bratkartoffeln aus gekochten Kartoffeln machen?
Ja. Vorgekochte und vollständig abgekühlte Kartoffeln eignen sich sogar sehr gut. Sie lassen sich in Scheiben schneiden und anschließend direkt in der Pfanne knusprig braten.
Warum werden meine Bratkartoffeln nicht knusprig?
Häufig liegt es daran, dass die Pfanne zu voll ist oder die Kartoffeln zu oft gewendet werden. Auch zu niedrige Hitze oder sehr feuchte Kartoffeln können die Bildung einer Kruste verhindern.
Wann kommen Speck und Zwiebeln in die Pfanne?
Speck und Zwiebeln können zunächst separat angebraten und anschließend zu den fertig gebratenen Kartoffeln gegeben werden. So können die Kartoffeln ungestört bräunen und die Zwiebeln verbrennen nicht.
Kann man Bratkartoffeln vorbereiten?
Ja. Besonders praktisch ist es, Kartoffeln am Vortag zu kochen und vollständig abkühlen zu lassen. Am nächsten Tag können sie geschnitten und frisch gebraten werden.
Wie wärmt man Bratkartoffeln am besten wieder auf?
Am besten in einer Pfanne mit etwas Öl bei mittlerer Hitze. So können sie erneut etwas knusprig werden. In der Mikrowelle werden sie dagegen eher weich.
Fazit
Dieses Bratkartoffeln Rezept zeigt, wie aus einfachen Zutaten ein herzhaftes und vielseitiges Gericht entstehen kann. Entscheidend sind eine geeignete Kartoffelsorte, genügend Platz in der Pfanne und etwas Geduld beim Braten.
Mit knusprigen Kartoffelscheiben, würzigem Speck und goldbraunen Zwiebeln sind traditionelle deutsche Bratkartoffeln eine unkomplizierte Mahlzeit für den Alltag. Dazu passen beispielsweise Spiegelei, Schnitzel, Bratwurst oder ein frischer Salat.